Aktuelles

Islam

Vielleicht interessiert euch ein inzwischen angelaufener „Wissenschaftsstreit“ oder besser religionsphilosophischer Diskurs über die Frage, ob – entgegen vieler Vermutungen und Erwartungen – doch so etwas wie eine islamische Reformation bevorsteht, oder ob sich eine Erweiterung, Rückbesinnung (Re-Formatio), zeitgemäße Anpassung des Islam an eine Kultur der Menschenrechte, Demokratie, Gleichberechtigung und religiöse Koexistenz aus den Wurzeln des Islam / Koran ausschließt. Ich habe mir erlaubt, einen kleinen Stein (gerade einmal 7 Seiten) in das Gewässer des gegenwärtigen Islam zu werfen. In der Kürze wollte und konnte ich nicht ausführlicher werden. „Am Vorabend einer islamischen Reformetion? Ein anderer Blick auf die christliche Reformation von 1517“. In: Die Neue Ordnung 2015, 5, 362-370

http://web.tuomi-media.de/dno2/Dateien/NO515-5.pdf

Zuvor hatte ich ja versucht, die allzu platten Annahmen politischer Kreise zu entlarven, die da mein(t)en, der Islam sei einfach nur eine Spielart des Religiösen neben anderen Spielarten, bei denen man nicht so genau hinschauen müsste (z.B. bei unüberlegten Fahrlässigkeiten wie „Der Islam gehört zu Deutschland“ oder „Die Muslime glauben doch an denselben Gott“). Mit dieser Darstellung hatte ich keine Front machen wollen gegen den Islam oder die Muslime, sondern versucht, uns alle zu verstärkter Nachdenklichkeit und zu genauerem Hinsehen aufzufordern. „Mythen der Islam-Freunde“ In: Die Neue Ordnung 2015, 1, 55-62

http://web.tuomi-media.de/dno2/Dateien/NO115-8.pdf

Davor hatte ich ergänzend zum Christlich-Jüdischen Dialog zu verstehen versucht, warum es damals nicht und seitdem immer noch nicht zu einem „Trialog“ unter Einbeziehung des Islam gekommen ist und vielleicht auch nie wirklich kommen wird.

Vgl. den Anhang „Das universelle Heil und die Religion der Ungleichheit“ in meinem Buch „Gottes Plan mit den Menschen. Historischer Roman zum Leipziger Religionsgespräch (1913) zwischen Franz Rosenzweig und Eugen Rosenstock.“ (LIT-Verlag: Münster 2013, 190-193.

Nun hat sich der Orientalist, Volkswirtschaftler und Publizist Hans-Peter Raddatz zu meiner Vermutung und Hoffnung auf eine Islamische Reformation und zu meinem Versuch bezüglich möglichem Vergleichslernen aus der Christlichen Reformation in einer sehr ausführlichen (16 Seiten) Stellungnahme geäußert. Er kommt (verkürzt gesagt) insgesamt zu dem Ergebnis, dass eine solche Reformation nicht zu erwarten sei und die Heranziehung der christlichen Reformation als Modell für eine islamische Reformation nicht erstrebenswert sei, da die christliche Reformation vom 1517 selbst ein historischer Missgriff war.

http://web.tuomi-media.de/dno2/Dateien/NO515-6.pdf

Damit ist das Steinchen, das ich warf, inzwischen zu einem Felsen mutiert, der in dem Gewässer der Religionsphilosophie und des Religionsvergleichs so etwas wie einen Tsunami ausgelöst hat / auslösen könnte. Ich würde mich freuen, wenn all dies eurerseits Reaktionen und „Folgenanalysen“ auslösen könnte, welche helfen würden, die Schäden des Tsunami in Grenzen zu halten. Der Beitrag erscheint mir (trotz der darin enthaltenen massiven Vorwürfe gegen mich und trotz der fehlenden Konzilianz) unbedingt lesenswert und diskussionswürdig. Was Herr Raddatz allerdings anbietet, falls die islamische Reformation ausbleiben sollte, ist mir unklar geblieben.

Nun hab ich mich auch zur Frage der Integration geäußert: Ein Kinderspiel: „Wer hat Angst vor dem Islam?“ – „Niemand!“ – „Aber wenn er kommt?“ – „Dann bleiben wir!“ Was braucht eine gelingende Integration? In: Katholische Bildung. (Nov.) 117,2016,11,450-464
Vielleicht sind hier nun auch einige „konstruktive“ Impulse aus der (Sozial-)Pädagogik und Praktischen Theologie zu finden!

Nach all diesen Vorarbeiten habe ich mich nun auch theologisch der Frage gestellt, worin sich Islam und Christentum vor allem unterscheiden:
„Ein Gott“ ist keine ausreichende Basis für den Religionsdialog. Zur sachlichen Abgrenzung von Islam und Christentum. In: Katholische Bildung (März/April) 118, 2017, 3/4, 49-56

Mein Leben

Mein Leben wurde einschneidend durch die ca. 15 Jahre Krankheitsbegleitung und durch das Sterben meiner geliebten Ehefrau Gisela Rest-Hartjes am 28. August 2017 beeinflusst. Sie war die „wirkliche Dichterin“ in unserer Beziehung, hatte die Poesietherapie in Deutschland mitbegründet, und hatte mehrere lyrische Werke veröffentlicht (vgl. hier das Kapitel über ihr Leben. Nachdem sie sich auf den Heimweg in das andere Zuhause begeben hatte, übernahm ich die Fortführung und Vertiefung ihres Lebenswerkes und gründete deshalb das GISELANUM – Zentrum für angewandte und praktische Poesie.

Seitenwechsel. Gezwungen – gewollt – geschenkt. In: Hospizdialog 64, Juli 2015, 20-23

Wichtige Informationen können entnommen werden: Andreas Heller u.a. (Hg.), Die Geschichte der Hospizbewegung in Deutschland. (2. Aufl.) der hospiz verlag: Ludwigsburg 2013

Was mir wichtig ist

Neue Publikation:

Was mir wichtig ist, wenn ich nicht mehr selbst entscheiden kann… Die spirituelle Verfügung. In: Jahresheft „Praxis Palliative Care“ 2014, 46-49 (mit Beiheft der kompletten „Spirituellen Verfügung“; 77 Einzelfragen zum ausfüllen). Das Beiheft enthält auch Hinweise zum Umgang mit der „Spirituellen Verfügung“

Vielleicht ist in der gegenwärtigen Zeit besonders wichtig, einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen, Asylanten, Einwanderern zu leisten: Ein Kinderspiel: „Wer hat Angst vor dem Islam?“ – „Niemand!“ – „Aber wenn er kommt?“ – „Dann bleiben wir!“ Was braucht eine gelingende Integration? In: Katholische Bildung. (Nov.) 117,2016,11,450-464

„Die Würde unserer Kinder ist eben doch antastbar. Gedanken zu einer subjektbezogenen Sozialisation schwerkranker Kinder. In: Edith Droste (Hg.), „… die zweite Geige spielen, damit der Solist sich entfalten kann“. Subjektorientierung und gelingende Kommunikation in der Kinder- und Jugendhospizarbeit. der-hospiz-verlag: Esslingen 2018,193-208