Vita

Prof. Dr. Franco Rest

Franco Rest (geb. 20. August 1942 in Ferrara, Italien); Erziehungswissenschaftler, Philosoph, Theologe; Sterbebeistands- und Ethikforscher; Pflegewissenschaftler; seit 1972 Hochschullehrer mit über 300 Publikationen. Für die Verdienste um seine ehrenamtliche Arbeit (u. a. als Mitbegründer der Hospizbewegung in Deutschland, als Vorstandsmitglied der „Aktion Mehr Menschlichkeit in Krankenhaus und Praxis“, Düsseldorf, und als Direktor der Dietrich Oppenberg Akademie für hospizliche Bildung und Kultur, Wuppertal) 2006 Landesverdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen; 2006 Forschungspreis der Fachhochschule (University of applied sciences) Dortmund für die Hospizforschung. Seit 2003 auch als Schriftsteller, Dichter und Poesietherapeut tätig. Seit 2005 als „pflegender Ehemann“ für die Pflege seiner schwer erkrankten Lebensgefährtin (Morbus Parkinson), Gisela Rest-Hartjes verantwortlich. Nach ihrer Verabschiedung in die „andere Heimat“, habe ich begonnen, ihr Lebenswerk, die Poesietherapie, fortzuführen und zu ergänzen. Dazu wurde das „GISELANUM – Zentrum für angewandte und praktische Poetik“ in Dortmund gegründet. Seitdem haben zahlreiche Veranstaltungen, Workshops, Seminare in diesem Sinne stattgefunden.

… und in schlechten Tagen… Letzte Brosamen vom Tisch eines ehelichen Lebens. Dortmund: SelbstVlg. 2017
Vgl. auch: Mensch ist mehr als Diagnose, Prognose und Koma. Eine Replik auf das Schwerpunktthema Demenz. In: Hospiz-Dialog Nordrhein-Westfalen 2018 (Juli), 12-13

Zu den verschiedenen Brüchen bzw. Seitenwechseln in meinem Leben vgl.: Seitenwechsel: Gezwungen – gewollt – geschenkt. In: Hospiz-Dialog Nordrhein-Westfalen 64, Juli, 2015, 20-22

Zur Bewertung des Anteils meiner Lebensleistung an der deutschen Hospizbewegung vgl.: A. Heller / S. Pleschberger / M. Fink / R. Gronemeyer: Die Geschichte der Hospizbewegung in Deutschland. der hospiz verlag: Ludwigsburg 2013 (2. überarb. Aufl.)

Leben

    • 1942 in Italien;
    • Studium der Erziehungswissenschaften, kath. Theologie, Philosophie, Kunstgeschichte, Archäologie in Münster, Würzburg, Freiburg/Br.;
    • Volksschullehrer, Gymnasiallehrer, Lehrer in Beruflicher Bildung;
    • Professor für Erziehungswissenschaften, Sozialphilosophie / Sozialethik und Pflegewissenschaft r an der Fachhochschule Dortmund (University of applied sciences and arts), FB Sozialarbeit, späte Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften;
    • 1968 verheiratet mit Gisela Hartjes (Rest-Hartjes)
    • 1970 Geburt der Tochter Esther-Maria
    • 1972 Geburt des Sohnes Pascal-Amos
    • 1980 Promotion zum Dr. päd. an der Universität Münster;
    • 1998-2002 Dekan des Fachbereichs Sozialarbeit der Fachhochschule Dortmund;
    • 2002-2005 Prorektor für Studium, Lehre, Studienreform, Evaluation und Weiterbildung der Fachhochschule, Dortmund;
    • 2003-2010 wissenschaftlicher Direktor der „Dietrich Oppenberg Akademie für hospizliche Bildung und Kultur“, Essen, später Wuppertal
    • 2017 Meine Geliebte (Frau) verabschiedet sich in eine andere Welt: La Vita Nuova / Gründung des GISELANUM – Zentrum für angewandte und praktische Poetik
    • 2018-jetzt Viele Erkrankungen (Herzinfarkt, drei Krebsoperationen usw.)

Forschungsgebiete

seit 1973 Forschungen zu Sterbebegleitung, Hospizarbeit, Anti-Euthanasie, Netzwerkbildung und Thanatologie mit Unterstützung der Landesregierung NRW, der Stiftung Volkswagenwerk, der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW u. a.; weitere Forschungsgebiete: Das Ersatzschulwesen (Waldorfpädagogik); Friedenserziehung; Umbrüche (Kehrtwendungen) im Leben der Menschen; Spiritualität; Ethik der Pflege; Freilernen (Homeschooling); Poesietherapie; Christlich-jüdischer Dialog.

Mein Leben wurde einschneidend durch die ca. 15 Jahre Krankheitsbegleitung und durch das Sterben meiner geliebten Ehefrau Gisela Rest-Hartjes am 28. August 2017 beeinflusst. Sie war die „wirkliche Dichterin“ in unserer Beziehung, hatte die Poesietherapie in Deutschland mitbegründet, und hatte mehrere lyrische Werke veröffentlicht (vgl. hier das Kapitel über ihr Leben. Nachdem sie sich auf den Heimweg in das andere Zuhause begeben hatte, übernahm ich die Fortführung und Vertiefung ihres Lebenswerkes und gründete deshalb das GISELANUM – Zentrum für angewandte und praktische Poesie.

Informationen über mein Leben

In: Andreas Heller, Sabine Pleschenberger u.a., Die Geschichte der Hospizbewegung in Deutschland. der-hospiz-verlag: Ludwigsburg 2013 (2. Aufl.)

Seitenwechsel. Gezwungen – gewollt – geschenkt. In: Hospiz-Dialog Nordrhein-Westfalen 64, Juli 2015, 20-22 (Hier schildere ich den Weg meines Lebens von der Wissenschaft des Sterbens zur Aufgabe als „pflegender Ehemann“)

Zusatzinformationen atuell

Am 28. August 2017 verstarb meine geliebte Ehefrau, Gisela Rest-Hartjes (vgl. die Eintragungen hier unter dem Stichwort „Gisela“), in unserem Hause und in meinen Armen nach ca. 15-jähriger schwerer Krankheit (Morbus Parkinson). Das veränderte mein Leben grundsätzlich. Vom „pflegenden Ehemann“ bin ich nunmehr auch zum Treuhänder ihres Lebenswerkes, der Poesietherapie geworden. Seitdem gibt es das GISELANUM – Zentrum für angewandte und praktische Poetik. Es tagt mit Seminaren, Workshops und Einzelaskesen in unserem ehelichen Wohnhaus, Stortsweg 41 a, 44227 Dortmund.

Franco Rest, … und in schlechten Tagen … Letzte Brosamen vom Tisch eines ehelichen Lebens. Dortmund: Selbstvlg. 2017

Seit vielen Jahren befasse ich mich auch mit der Befreiung deutscher (Schul)Pädagogik von Zwängen und Verkopfung. Nun hab ich dazu erstmalig in der „Freilerner“-Zeitschrift einen Aufsatz veröffentlicht:  Die andere Waldpädagogik. Eine Hommage an Henry David Thoreu und Emil Adolf Roßmäßler. In: die freilerner (Zeitschrift für selbstbestimmtes Leben und Lernen III,2017,Heft 15,46-48 Die Zeitschrift enthält auch eine Auseinandersetzung mit meinem Gutachten zum Thema: „Brauchen Kinder den täglichen mehrstündigen Aufenthalt in einem Raum mit einer Klasse/Gruppe snderer Gleichaltriger, um sich gesund zu sozialisieren?“ Ebd.: 43-45

Erstmalig habe ich mich zur Literatur-Kritik geäußert: Die zwei Nobelpreisträger vor 100 Jahren. Warum man Rolland und von Heidenstam noch lesen kann. In: Literatur und Kritik (Otto Müller Vlg.: Salzburg) 511, März 2017, 54-61

Aus Anlass der 500-Jahre Reformation hier einmal ein Beitrag nicht über Martin Luther: Vor 500 Jahren – Hermann von Wied. Ein letzter Reformversuch vor der Spaltung der Christenheit. In: Die Neue Ordnung 2017, 65-72

Und zur theologischen Gegenüberstellung von Islam und Christentum: „Ein Gott“ ist keine ausreichende Basis für den Religionsdialog. Zur sachlichen Abgrenzung von Islam und Christentum. In: Katholische Bildung 118, 2017, 3/4,49-56

Einmal etwas gänzlich Anderes: Eine umfangreiche Phantasie-Erzählung von der Begegnung mit Säulenfiguren und deren Botschaften. Ein spirituelles Erlebnis mit Quellenangaben und Orientierungshilfen.  Der Säulenversteher – Vertrauliche Botschaften von immer. Erzählung von Franco Rest. Eigenverlag: Dortmund. 218 S. (ISBN 978-1-36-738034-9) – Was wollen uns die vielen Säulen in unseren Städten, auf den Märkten und in den städtischen Brunnen eigentlich sagen? Der Ich-Erzähler hatte unfreiwillig Gelegenheit, mit ihnen zu sprechen. So wurde aus dem Unverständnis so etwas wie Zuneigung und aus zeitlicher Gebundenheit so etwas wie Gleichzeitigkeit.

Ein neues Buch: Franco Rest; Gisela Rest-Hartjes, Engel trifft man überall. Geschichten und Gedichte von einer anderen Weihnacht. Karin Fischer Verlag: Aachen 2016 (ISBN 978-3-8422-4419-1) „Nicht von der göttlichen, sondern von der menschlichen Weihnacht erzählen diese Geschichten…“

Publikation zur derzeitigen Besinnung über mein Leben: Seitenwechsel. Gezwungen – gewollt – geschenkt. In: Hospizdialog 64, Juli 2015, 20-23

Liebe ist Lassen-Können. Vom abschiedlichen Leben: Verlust-Trennung-Hoffnung. In: Katholische Bildung (Sept.) 2015, 345-352

Zur bleibend aktuellen Situation der Integration: Ein Kinderspiel: „Wer hat Angst vor dem Islam?“ – „Niemand!“ – „Aber wenn er kommt?“ – „Dann bleiben wir!“ Was braucht eine gelingende Integration? In: Katholische Bildung (Nov.) 117, 2016, 11, 450-464

Aus aktuellem Anlass: Haben „Heimat“ und „Gott“ Verfassungsrang? In: Die Neue Ordnung 2018, 382-386

In gewisser Weise eine Rückkehr zur Geburtsstadt Ferrara in Italien: „Eine Eloge auf Lucrezia. Zum 500. Todestag der Fürstin Lucreziad’Este Borgia“. In: Die neue Ordnung73, H. 6, 2019, 440-454

Als persönlicher Brief an diese Lucrezia: „Ach, Lucrezia, geliebte Herzogin meiner Träume. Ein Nachruf. In: Ders., Worten-Antworten-Verantworten. Karin Fischer Vlg.: Aachen 2019, 165-175

Mit dem Untertitel „Abschließende Gedanken eines Theologen ohne Amt“ ist gewissermaßen der zweite Band zu dem theologischen Resumé meines Lebens (vgl. „Das letzte Fest Gottes“) erschienen: „CHRISTSEIN IN CHRISTUSFERNER WELT“ (Steinmann-Verlag: Neuenkirchen / Soltau 2020 (427 S.; 36,80 €). „Abschließend“ ist das Werk: 1. weil es die theologische Quintessenz meines Lebens enthält (z.B. lautet das erste Kapitel „Der katholische Weg eines Einzelnen – oder – warum ich aus der Kirche ausgetreten und dadurch Christ geworden bin“; 2. weil ich erlebe, wie mein Leben (allmählich) zu einem Abschluss kommt; ich musste 2018 einen Herzinfarkt mit 5 Bypässen, 2019 und 2020 nacheinander drei Tumor- / Krebs-Operationen erleben; 3. weil ich auf diese Weise meinemLeben als „Vielschreiber“ (nicht ganzlich, aber) Verschnaufpausen gönnen möchte. – Das Buch enthält 3 große Hauptteile: 1. „Der Mensch im Weltenplan“, womit ich versuche, einen Überblick über die Menschheitsgeschichte zu erlangen, gewissermaßen als Fortsetzung zu meinem Buch „Gottes Plan mit den Menschen“, also als Konsequenz aus der Befassung mit Franz Rosenzweig; 2. „Im Spektrum christusferner Religion“, womit ich meine Stellungnahmen besonders zum Islam zusammengetragen habe; 3. „Christlich Sterben und Begleiten“, womit die Mit-Begründungsarbeit zur Hospiz- und Palliativ-Bewegung zu einem theologischen Abschluss gebracht werden.